Die passende Notebook-Tastatur
Wenn Sie täglich längere Texte schreiben, merken Sie schnell, ob eine Tastatur zu Ihren Händen und Ihrer Schreibweise passt. Achten Sie auf die Tastenanordnung, den Abstand zwischen den Tasten, das Gefühl beim Drücken und die Position der Tastatur. Für Textverarbeitung reicht ein ausreichend schnelles Gerät; mehr Prozessor- oder Grafikleistung bringt beim Schreiben allein wenig.
Ein angenehmes Tippgefühl bedeutet nicht automatisch höhere Produktivität. Studien vergleichen nicht direkt, ob eine bessere Tastatur beim Schreiben mehr bringt als ein schnellerer Prozessor. Prüfen Sie beim Kauf zuerst die Tastatur, bevor Sie für Leistung zahlen, die Sie kaum nutzen.
Passen die Tasten zu Ihren Händen?
Zu eng gesetzte Tasten erschweren das sichere Tippen. In einer Studie mit erfahrenen Schreibenden mit großen Fingern waren Leistung und Bedienbarkeit schlechter, wenn die Tasten horizontal 16 Millimeter auseinanderlagen, als bei den getesteten größeren Abständen. Eine weitere Untersuchung fand schlechtere Ergebnisse, wenn die Tasten vertikal 15,5 Millimeter auseinanderlagen, als bei den größeren geprüften Abständen. Diese Versuche betrafen bestimmte Gruppen und Tastaturen. Die Zahlen bieten daher nur eine Orientierung und gelten nicht als allgemeine Grenze.
Sehr kompakte Notebooks sparen Platz und Gewicht. Prüfen Sie bei ihnen besonders, ob sich der Buchstabenbereich noch bequem bedienen lässt und Sie beim Tippen nicht ständig daneben greifen. Eine einzelne Taste anzutippen reicht dafür nicht: Schreiben Sie einen Absatz und achten Sie darauf, ob Ihre Finger natürlich über die Tasten wandern.
Prüfen Sie Druckpunkt und Rückmeldung
Der Tastenhub beschreibt, wie weit eine Taste beim Drücken nach unten zurücklegt. Für Vielschreibende gibt es keine feste Idealzahl: Studien mit kurzen Schreibtests fanden für keinen bestimmten Hub durchgängig bessere Ergebnisse. Bei einzelnen sehr flachen Tastaturen traten dagegen höhere Tippkräfte oder mehr Beschwerden auf. Auch der Aufbau unter der Taste beeinflusst das Ergebnis.
Entscheidend ist, ob alle Tasten gleichmäßig reagieren und Sie spüren, wann eine Taste auslöst. Achten Sie beim Probetippen auch auf klappernde Tasten und das Geräusch. Tippen Sie mehrere Minuten in Ihrem normalen Tempo. So merken Sie eher als beim kurzen Antippen, ob die Rückmeldung zu Ihrem Schreibstil passt.
Prüfen Sie das Tastaturlayout
Die Beschriftung zeigt nicht immer, welche Zeichen die Tasten im Alltag tatsächlich eingeben. Prüfen Sie, ob die Tastatur die gewohnte deutsche Belegung hat, also die Zeichen eingibt, die Sie auf den Tasten erwarten. Umlaute, ß und häufig genutzte Satz- und Sonderzeichen sollten dort liegen, wo Sie sie erwarten. Auch die Form und Position von Enter, Umschalttaste, Rücktaste und Pfeiltasten beeinflussen, wie leicht Sie sich zurechtfinden.
Wenn Sie häufig zwischen deutschen und anderen Tastaturlayouts wechseln, zählt die tatsächliche Zeichenbelegung ebenso wie der Aufdruck auf den Tasten. Probieren Sie beim Kauftest typische Wörter und Satzzeichen aus. Testen Sie auch Tastenkombinationen. So fällt auf, ob ein abweichendes Layout Ihren Schreibfluss stört.
Überlegen Sie, ob Sie einen Ziffernblock brauchen
Ein Nummernblock hilft, wenn Sie regelmäßig Zahlen eingeben. Wenn Sie meist Texte schreiben, nimmt er Platz ein und kann den Buchstabenbereich nach links verschieben. Dadurch steht die Maus weiter außen. Prüfen Sie, ob die Tastatur beim Schreiben mittig vor Ihnen liegt und ob Sie die Maus ohne weit ausgestreckten Arm erreichen.
Ein Ziffernblock ist also vor allem dann sinnvoll, wenn Sie ihn tatsächlich nutzen. Für reine Textarbeit kann ein Notebook ohne Nummernblock angenehmer sein, weil Buchstabenbereich und Maus näher beieinanderliegen.
Achten Sie auf die Schreibposition
Bei einem Notebook sind Bildschirm und Tastatur fest miteinander verbunden. Heben Sie das Gerät an, um den Bildschirm höher zu stellen, steigt auch die Tastatur. Das kann die Haltung der Arme und Handgelenke verändern. Umgekehrt führt eine niedrige Tastaturposition am Tisch oft dazu, dass Sie stärker nach unten auf den Bildschirm blicken.
Stellen Sie das Notebook beim Schreiben direkt vor sich. Halten Sie die Schultern entspannt, die Ellenbogen nahe am Körper und die Handgelenke möglichst gerade in Verlängerung der Unterarme. Harte Gehäusekanten können unangenehm sein, wenn Ihre Unterarme beim Tippen darauf aufliegen.
Wenn Sie regelmäßig lange am Schreibtisch schreiben, kann eine externe Tastatur helfen. Sie lässt sich unabhängig vom Bildschirm positionieren. Bei längeren Schreibphasen ist auch ein separates Eingabegerät wie eine Maus sinnvoll. So können Sie Bildschirm und Tastatur passend zu Ihrer Haltung aufstellen. Beschwerden können trotzdem auftreten.
Testen Sie die Notebook-Tastatur vor dem Kauf
Nehmen Sie sich beim Probetippen Zeit für einen Absatz, den Sie nicht auswendig kennen. Prüfen Sie dabei:
- Sitzen die Buchstabentasten und Sonderzeichen an vertrauten Stellen?
- Erreichen Sie Enter, Rücktaste und Umschalttaste bequem?
- Reagieren die Tasten gleichmäßig, ohne dass Sie unnötig fest drücken?
- Liegt der Bereich mit den Buchstabentasten passend vor Ihnen? Bleibt die Maus gut erreichbar?
- Können Sie in Ihrer üblichen Haltung tippen, ohne sich über die Tastatur zu beugen?
Wenn Sie vor allem mobil arbeiten, bleibt die integrierte Tastatur besonders wichtig. Am festen Schreibtisch lässt sich eine weniger passende Notebook-Tastatur durch ein externes Modell ersetzen. Berücksichtigen Sie diesen Unterschied bei der Wahl des Geräts.
Wählen Sie genug Leistung für Ihre Aufgaben
Für Textverarbeitung und alltägliche Schreibarbeit muss ein Notebook zügig auf Eingaben reagieren und Ihre üblichen Programme zuverlässig ausführen. Mehr Prozessor- oder Grafikleistung brauchen Sie erst, wenn Sie zusätzlich anspruchsvolle Aufgaben erledigen. Die Tastatur wirkt sich auf jede Eingabe aus.