Worauf es bei einem guten Notebook-Touchpad ankommt
Das Touchpad berühren Sie am häufigsten. Beim Kauf zählen aber Prozessor und Display mehr. Ein gutes Touchpad erkennen Sie an Präzision, Größe, Gestenunterstützung und Klickgefühl. Wer diese Punkte vor dem Kauf prüft, braucht später seltener die Maus.
Präzision: Der Cursor folgt dem Finger
Präzision heißt: Der Mauszeiger wandert genau dorthin, wo Ihr Finger hinfährt. Er springt nicht, zieht nicht nach und verzögert nicht. Bei einem unpräzisen Touchpad verfehlen Sie kleine Schaltflächen, markieren versehentlich Text oder müssen Bewegungen wiederholen. Moderne Multi-Touch-Trackpads steuern den Cursor über die gesamte Fläche und reagieren auf feine Fingerbewegungen. Ob ein Touchpad präzise arbeitet, zeigt sich in der Praxis. Fahren Sie langsam über eine Textzeile oder versuchen Sie, eine kleine Schaltfläche zu treffen. Bleibt der Cursor ruhig und landet genau, ist die Grundlage gut.
Die Größe bestimmt den Komfort
Ein zu kleines Touchpad zwingt zu kurzen, wiederholten Fingerbewegungen. Besonders bei großen Bildschirmen muss der Cursor weite Wege zurücklegen. Ein halbwegs großes Touchpad erlaubt längere, gleichmäßige Bewegungen und entlastet das Handgelenk. Wer viel am Notebook arbeitet, bevorzugt deshalb oft eine großzügige Fläche. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Touchpad zur Größe des Displays passt und genug Platz für Ihre Handbewegungen lässt. Eine feste Größenangabe gibt es nicht, weil die ideale Fläche von der eigenen Handgröße und Arbeitsweise abhängt.
Gesten: Der Zwei-Finger-Tipp als Schnelltest
Multi-Touch-Gesten beschleunigen die Bedienung spürbar. Mit zwei Fingern scrollen Sie durch Seiten, mit einer Zwickbewegung zoomen Sie in Dokumente, und mit mehreren Fingern wechseln Sie zwischen virtuellen Desktops. Ob ein Touchpad diese Gesten unterstützt, prüfen Sie mit einem einfachen Test: Tippen Sie mit zwei Fingern gleichzeitig auf die Fläche. Öffnet sich das Kontextmenü, sind Multi-Touch-Gesten verfügbar. Der Test bestätigt nur die Grundfunktion. Ob die Gesten zuverlässig auslösen und nicht versehentlich auslösen, zeigt erst die tägliche Nutzung.
Klickgefühl: Clickpad oder dedizierte Tasten
Beim Klick gibt es zwei Bauarten. Das Clickpad ist eine durchgehende Fläche, die Sie als Ganzes herunterdrücken. Dedizierte Tasten sind zwei getrennte Tasten unterhalb der Fläche. Manche Nutzer bevorzugen die getrennten Tasten, weil sie einen klareren Druckpunkt liefern und versehentliche Klicks verhindern. Andere schätzen das Clickpad, weil die gesamte Fläche klickbar ist und die Hand nicht zwischen Fläche und Tasten wechseln muss. Welche Variante besser passt, hängt von Ihrer Gewohnheit ab. Probieren Sie vor dem Kauf beide Bauarten aus, wenn Sie die Möglichkeit haben.
Nutzen im Alltag
Ein gutes Touchpad ersetzt die Maus in vielen Situationen. Beim Scrollen durch lange Seiten, beim Zoomen in Dokumenten oder beim Wechsel zwischen Arbeitsflächen sparen Gesten Zeit. Sie müssen die Hand nicht von der Tastatur nehmen. Wer viel schreibt, profitiert davon am meisten, weil der Wechsel zwischen Tastatur und Touchpad kurz bleibt. Ein präzises und gut bedienbares Touchpad macht das Notebook unterwegs unabhängiger von zusätzlichem Zubehör.