Das passende Familien-Notebook
Wenn mehrere Familienmitglieder dasselbe Notebook für Schule, Büro, Videotelefonate und Unterhaltung nutzen, sollte es einfach zu bedienen sein und genug Leistung für diese Aufgaben bieten. Für die typischen Aufgaben im Haushalt braucht das Notebook eine gute Tastatur und ein gut lesbares Display. Eine SSD und ausreichend Speicher gehören ebenfalls dazu.
Separate Benutzerkonten trennen Dateien und Einstellungen. Als Richtwert eignen sich 16 GB Arbeitsspeicher und eine SSD mit mindestens 256 GB.
Konten für alle einrichten
Richten Sie für jede Person ein eigenes Benutzerkonto ein. So bleiben Schulunterlagen, Fotos, Lesezeichen und persönliche Einstellungen voneinander getrennt. Dadurch kann jede Person das Notebook nacheinander nutzen und findet die eigenen Dateien und Einstellungen wieder.
Unter Windows können Eltern ein Administratorkonto nutzen und Kinder als Standardnutzer einrichten. Ein Administratorkonto darf wichtige Einstellungen ändern und Programme installieren. Ein Standardkonto hat weniger Rechte und eignet sich daher für den normalen Alltag. Für die Kinderschutzfunktionen von Microsoft Family Safety müssen Kinderkonten Teil einer Familiengruppe sein; Microsoft weist darauf hin, dass diese Funktionen mit Administratorkonten möglicherweise nicht richtig arbeiten.
Überlegen Sie vor dem Kauf außerdem, ob mehrere Personen das Gerät gleichzeitig benötigen. Wenn etwa während des Unterrichts auch berufliche Videotelefonate stattfinden, löst ein leistungsfähigeres Notebook den Engpass nicht. Ein zweites Gerät oder eine klare Absprache zu den Nutzungszeiten hilft bei diesem Nutzungskonflikt eher.
Arbeitsspeicher und SSD wählen
Für Surfen, E-Mails, Textverarbeitung, Videotelefonate und Medienwiedergabe genügt ein Notebook ohne separate Grafikkarte. Ein integrierter Grafikchip im Prozessor oder auf demselben Chip reicht dafür in der Regel aus. Bei anspruchsvollen Spielen lohnt sich mehr Grafikleistung. Das gilt auch für häufigen Videoschnitt und Designarbeiten.
Die Stiftung Warentest empfiehlt als Orientierung mindestens 16 GB Arbeitsspeicher und eine SSD mit 256 GB. Der Arbeitsspeicher hält Daten für gerade laufende Programme bereit; eine SSD speichert Dateien dauerhaft und startet Programme schnell. Wenn Sie häufig anspruchsvolle Anwendungen wie Videoschnitt oder Design nutzen, empfiehlt die Stiftung Warentest 32 GB Arbeitsspeicher.
Bei vielen Fotos und Filmen sollten Sie mehr Speicher einplanen. Wählen Sie die SSD-Kapazität passend zur Größe Ihrer Foto- und Filmsammlung. Alternativ lassen sich große Sammlungen auf einer externen SSD oder in einem Cloud-Speicher ablegen. Ein Cloud-Speicher setzt eine Internetverbindung voraus und kann ein kostenpflichtiges Abo erfordern.
Display, Tastatur und Touchpad prüfen
Testen Sie Tastatur und Touchpad möglichst vor dem Kauf. Bei einem gemeinsam genutzten Notebook tippen verschiedene Personen längere Texte. Sie besuchen Webseiten und arbeiten mit Schul- oder Büroprogrammen. Ein schwammiger Tastenanschlag oder ein ungenaues Touchpad fällt dabei schnell auf.
Als Orientierung empfiehlt die Stiftung Warentest ein ausreichend scharfes Display und eine Helligkeit von mindestens 200 cd/m². Die Helligkeitsangabe allein sagt allerdings nicht, wie gut der Bildschirm in jeder Umgebung lesbar ist. Prüfen Sie deshalb im Laden oder anhand unabhängiger Tests, ob Sie Inhalte gut lesen können.
Wählen Sie die Bildschirmgröße danach, wo Sie das Notebook nutzen. Kompakte Geräte mit 13 bis 14 Zoll lassen sich leichter transportieren, während Modelle mit 15 bis 16 Zoll mehr Fläche für Texte, Tabellen und geteilte Fenster bieten. Wenn das Notebook meistens auf dem Schreibtisch steht, spricht mehr für einen größeren Bildschirm. Für Schulwege und häufige Ortswechsel zählt ein geringeres Gewicht stärker.
Ein Touchdisplay ist praktisch, wenn Sie es nutzen. Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf eine passende Bildschirmgröße, eine angenehme Tastatur und ein präzise reagierendes Touchpad.
Anschlüsse und Akkulaufzeit prüfen
Prüfen Sie, ob das Notebook Anschlüsse für Ihre vorhandenen Geräte hat. Ein USB-C-Anschluss ist eine sinnvolle Grundausstattung; zusätzliche USB-A-Anschlüsse erleichtern den Anschluss älterer Speichersticks, Mäuse oder Webcams. Bei USB-C sollten Sie nachsehen, ob der konkrete Anschluss auch zum Laden oder zur Bildübertragung geeignet ist. Diese Funktionen sind nicht bei jedem USB-C-Anschluss automatisch enthalten.
Seit dem 28. April 2026 gelten die EU-Vorgaben für einheitliche Ladeanschlüsse auch für Laptops. Für neu erfasste Geräte im EU-Markt ist USB-C als Ladeanschluss vorgesehen. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Angaben zum Gerät und zum mitgelieferten Ladegerät, besonders wenn Sie vorhandene Netzteile weiterverwenden möchten.
Vergleichen Sie die Akkulaufzeit anhand unabhängiger Praxistests. Herstellerwerte sind Richtwerte: Die Bildschirmhelligkeit, die Rechenleistung, die Sie nutzen, und die Effizienz der Bauteile beeinflussen, wie lange das Notebook tatsächlich ohne Steckdose läuft. Auch der Akku altert. Für einen späteren Akkuwechsel brauchen Sie möglicherweise eine Werkstatt, und es entstehen Kosten.
Gehäuse und Reparatur prüfen
Ein Notebook für mehrere Personen sollte sich solide anfühlen. Achten Sie beim Ausprobieren auf stabile Scharniere, ein Gehäuse, das beim Tippen nicht stark nachgibt, und Tasten, die fest sitzen. Ein gepolstertes Etui schützt das Gerät beim Transport, ersetzt aber keinen vorsichtigen Umgang.
Lassen Sie sich von Angaben wie „militärisch getestet“ nicht allein überzeugen. Solche Prüfungen beschreiben bestimmte Labortests und sagen nicht aus, ob ein Notebook Stürze oder verschüttete Flüssigkeiten im Alltag übersteht. Auch die Garantie deckt solche Schäden nicht automatisch ab. Prüfen Sie deshalb für das konkrete Modell, welche Schäden ausgeschlossen sind, wie Reparaturen ablaufen und ob wichtige Ersatzteile erhältlich sind.