Kaufberatung

Das erste eigene Notebook kaufen

Wählen Sie Ihr erstes Notebook danach aus, was Sie täglich damit tun. Für Surfen, Textverarbeitung, Videotelefonate und Streaming sind 16 GB RAM und eine SSD mit 512 GB ein guter Richtwert.

Der Arbeitsspeicher (RAM) hält gerade geöffnete Programme bereit. Die SSD speichert das Betriebssystem, Programme und eigene Dateien. Wie viel Speicherplatz Sie brauchen, hängt davon ab, ob Sie das Notebook oft unterwegs nutzen, große Dateien speichern oder anspruchsvolle Spiele und Kreativprogramme ausführen.

Legen Sie Nutzung und Einsatzort fest

Notieren Sie vor dem Preisvergleich, was Sie mit dem Notebook vorhaben. Für E-Mails, Internet, Schreibarbeiten und Filme brauchen Sie keine teure Spezialausstattung. Videoschnitt, dreidimensionale Konstruktion und anspruchsvolle Spiele stellen deutlich höhere Anforderungen an Prozessor und Grafik.

Auch der Einsatzort zählt. Tragen Sie das Notebook täglich zur Schule, zur Universität oder ins Büro, sind Gewicht, Akkulaufzeit und kompakte Maße besonders wichtig. Bleibt es meist zu Hause auf dem Schreibtisch, bieten ein größerer Bildschirm und eine komfortable Tastatur mehr Nutzen. Überlegen Sie außerdem, welche Programme Sie brauchen. Eine spezielle Schul- oder Arbeitssoftware kann die Wahl des Betriebssystems bestimmen.

Wählen Sie RAM und SSD passend aus

Für ein vielseitiges Notebook sind 16 GB RAM eine gute Orientierung. Acht GB reichen bei leichter Nutzung und wenigen gleichzeitig geöffneten Programmen, bieten aber weniger Spielraum für viele Browserfenster, Videotelefonate und umfangreiche Dokumente. Bei dünnen Geräten ist der Arbeitsspeicher häufig fest eingebaut. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob er sich später erweitern lässt.

512 GB bieten genug Platz für Programme und persönliche Dateien. 256 GB können genügen, wenn Sie nur wenige Dateien lokal speichern und regelmäßig Cloud-Speicher oder ein externes Laufwerk nutzen. Viele Fotos, Videos und Spiele belegen dagegen schnell viel Platz. Beachten Sie, dass Betriebssystem und Programme bereits Speicher beanspruchen.

Merkmal Orientierung für viele Einsteigerinnen und Einsteiger
Arbeitsspeicher 16 GB für ein vielseitiges Hauptgerät
SSD 512 GB als komfortabler Richtwert; 256 GB bei geringem Speicherbedarf
Bildschirm Full HD oder höher
Grafik Integrierte Grafik für typische Alltagsaufgaben
Anschlüsse USB-C und bei Bedarf USB-A für vorhandenes Zubehör

Die Werte in der Tabelle dienen zur Orientierung. Wenn Sie nur einzelne einfache Aufgaben erledigen, genügt ein günstigeres Gerät. Bei anspruchsvoller Kreativarbeit oder großen lokalen Archiven lohnt es sich, gezielt mehr Arbeitsspeicher, Speicherplatz oder Grafikleistung einzuplanen.

Prüfen Sie Bildschirm und Mobilität

Ein Full-HD-Bildschirm zeigt Texte und Webseiten ausreichend scharf an. Achten Sie zusätzlich auf Helligkeit und Spiegelungen: An einem hellen Arbeitsplatz oder nahe am Fenster ist ein mattes Display oft angenehmer. Etwa 300 cd/m² sind für viele Situationen ein brauchbarer Richtwert. Für sehr helle Räume oder die Nutzung im Freien ist eine höhere Helligkeit hilfreich. Schauen Sie neben den Herstellerangaben auch in unabhängige Tests.

Ein 14-Zoll-Notebook bietet oft einen guten Kompromiss zwischen großem Bildschirm und einfachem Transport. Bei größeren Bildschirmdiagonalen sehen Sie mehr Inhalte gleichzeitig, tragen aber ein größeres Gerät. Peilen Sie für den täglichen Weg etwa 1,5 kg an. Rechnen Sie Netzteil und Tasche dazu, wenn Sie das Gesamtgewicht beurteilen.

Herstellerangaben zur Akkulaufzeit sind Richtwerte. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem von Bildschirmhelligkeit und Auslastung ab. Vergleichen Sie deshalb unabhängige Praxistests, die ähnliche Nutzungssituationen untersuchen. Wenn Sie häufig ohne Steckdose arbeiten, zählt ein gemessener Testwert mehr als eine Laufzeitangabe auf der Verpackung.

Achten Sie auf Prozessor und Grafik

Für Büroarbeiten, Surfen und Videowiedergabe reicht meist ein aktueller Prozessor mit integrierter Grafik. Die Modellbezeichnung allein zeigt nicht, wie gut das Notebook im Alltag läuft. Neben dem Prozessor beeinflussen Kühlung und Bauweise die Leistung. Auch der Speicher spielt dabei eine Rolle.

Eine separate Grafikkarte ist vor allem für anspruchsvolle Spiele, dreidimensionale Anwendungen und bestimmte Kreativprogramme relevant. Ein schneller Prozessor macht ein Notebook nicht automatisch für Spiele geeignet. Prüfen Sie die Anforderungen der konkreten Spiele, die Sie nutzen möchten, und vergleichen Sie dabei besonders die Grafikleistung. Gaming-Notebooks sind oft schwerer und brauchen mehr Kühlung.

Stimmen Sie Anschlüsse und Betriebssystem ab

Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Geräte Sie anschließen möchten: etwa eine Maus, einen Bildschirm, einen Beamer, einen USB-Stick oder eine Speicherkarte. USB-C ist ein vielseitiger Anschluss; USB-A bleibt für viele ältere Geräte praktisch. Fehlt ein benötigter Anschluss, brauchen Sie einen Adapter oder eine Dockingstation. Das kostet extra und bedeutet mehr Gepäck.

Auch das Betriebssystem muss zu Ihren Programmen passen. Windows bietet Zugang zu vielen gängigen Programmen und Spielen. macOS ist an MacBooks gebunden. ChromeOS eignet sich besonders für Arbeiten im Browser und mit Webdiensten; klassische Windows- oder Mac-Programme laufen dort nicht automatisch. Prüfen Sie bei spezieller Schul-, Arbeits- oder Kreativsoftware zuerst die Anforderungen des Anbieters.

Prüfen Sie die Notebook-Ausstattung vor dem Kauf

Ein niedriger Aktionspreis sagt wenig über die konkrete Ausstattung aus. Händler zeigen häufig den Preis für eine einfache Ausführung. Modelle mit mehr Arbeitsspeicher oder einer größeren SSD kosten deutlich mehr. Vergleichen Sie deshalb die vollständige Ausstattung des angebotenen Geräts, nicht nur den Modellnamen oder den Prozessor.

Achten Sie besonders auf vier Punkte:

  • Soll das Notebook Ihr vielseitiges Hauptgerät werden, kaufen Sie 16 GB RAM und prüfen Sie, ob sich der Speicher aufrüsten lässt.
  • Wählen Sie 512 GB SSD, wenn Sie viele Dateien lokal ablegen; nehmen Sie 256 GB nur mit einem passenden Speicherplan.
  • Testen Sie Tastatur, Bildschirm und Anschlüsse, wenn Sie das Gerät regelmäßig nutzen oder mit vorhandenem Zubehör verbinden.
  • Prüfen Sie bei Spielen und Spezialprogrammen die konkreten Grafik- und Softwareanforderungen.

Sonderausstattungen wie ein besonders hoch auflösender Bildschirm, Touchfunktion, OLED-Technik oder eine hohe Bildwiederholrate lohnen sich, wenn Sie dafür einen klaren Verwendungszweck haben. Ohne diesen Bedarf ist eine bessere Grundausstattung häufig die sinnvollere Ausgabe.

Prüfen Sie gebrauchte Notebooks vor dem Kauf

Ein gebrauchtes oder generalüberholtes Notebook kann günstiger sein. Der Begriff „generalüberholt“ hat in Deutschland keine einheitliche gesetzliche Bedeutung. Fragen Sie deshalb, in welchem Zustand das Gerät ist und welche Prüfungen durchgeführt wurden. Klären Sie auch, welches Zubehör enthalten ist und welche Rückgabe- und Garantiebedingungen gelten. Prüfen Sie außerdem, ob Betriebssystem und Sicherheitsupdates noch unterstützt werden.

Wenn Sie bei einem gewerblichen Anbieter kaufen, haben Sie gesetzliche Gewährleistungsrechte. Eine Garantie ist dagegen eine freiwillige zusätzliche Leistung. Bei Onlinekäufen von gewerblichen Anbietern gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab Erhalt der Ware. Es gilt aber nicht für jeden Kaufweg und jede Situation. Lesen Sie die Bedingungen vor dem Bestellen, besonders bei gebrauchten Geräten und Angeboten über Marktplätze.