Was macht einen guten Laptop aus?

Ein guter Laptop passt zu Ihren Aufgaben. Er muss nicht der teuerste sein. Für E-Mail, Office und Internetsurfen genügt ein Einsteigergerät für etwa 400 Euro. Wer mehr verlangt, etwa für Bildbearbeitung, Videoschnitt oder Spiele, muss mehr investieren. Schon in der Mittelklasse gibt es sehr gute Geräte: Bei einem Test der Stiftung Warentest 2023 erhielten 15 von 16 Notebooks die Gesamtnote „gut".
Der Preis bestimmt die Ausstattung
Die Preisklasse bestimmt, welche Komponenten verbaut sind. Ein Gerät für 400 Euro hat in der Regel einen einfachen Prozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine kleinere SSD. Das reicht für alltägliche Aufgaben, stößt aber bei mehreren gleichzeitig geöffneten Programmen oder größeren Dateien an seine Grenzen.
In der Mittelklasse bekommen Sie spürbar mehr Leistung. Die Prozessoren sind schneller, der Arbeitsspeicher größer und die Displays besser. Die Testergebnisse in dieser Preisklasse liegen laut Stiftung Warentest auf den ersten Blick sehr nah beieinander. Die Unterschiede zeigen sich erst im Detail: etwa bei der Akkulaufzeit, der Displayqualität oder der Verarbeitung. Ein günstigeres Gerät kann also durchaus mithalten, wenn es nicht in jeder Kategorie Spitzenwerte liefern muss.
Prozessor, Arbeitsspeicher, SSD und Display
Beim Kauf sollten Sie auf vier Komponenten besonders achten: Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte und Display.
Der Prozessor ist das Herzstück des Laptops. Für Office und Internet genügt ein Einsteigermodell. Wer regelmäßig Videos schneidet, Fotos bearbeitet oder viele Programme gleichzeitig nutzt, sollte zu einem schnelleren Modell greifen. Die genaue Modellbezeichnung ist weniger wichtig als die Frage, wofür Sie das Gerät nutzen möchten.
Der Arbeitsspeicher, auch RAM genannt, bestimmt, wie viele Programme gleichzeitig flüssig laufen. 8 Gigabyte sind das Minimum für alltägliche Nutzung. Wer mehr will, sollte 16 Gigabyte wählen. Das ist heute der Standard für komfortables Arbeiten mit mehreren Anwendungen.
Bei der Festplatte gibt es keine Diskussion: Eine SSD (Solid-State-Laufwerk) ist Pflicht. Sie startet das System in Sekunden und lädt Programme deutlich schneller als eine alte Festplatte. Wählen Sie eine SSD mit ausreichend Speicherplatz. Wenn Sie viele Dateien oder Fotos speichern, nehmen Sie besser mehr.
Das Display bestimmt, wie angenehm Sie am Laptop arbeiten. Achten Sie auf eine gute Auflösung, mindestens Full-HD, und eine matte Oberfläche, wenn Sie viel unterwegs sind oder in hellen Räumen arbeiten. Spiegelnde Displays sind im Freien oder am Fenster schnell unlesbar.
Tastatur, Gewicht, Anschlüsse und Akku
Neben den technischen Daten sollten Sie auch ein paar praktische Dinge testen. Die Tastatur ist das wichtigste Eingabegerät. Tippen Sie einige Sätze, um zu prüfen, ob der Tastendruck angenehm ist und die Tasten nicht zu eng liegen. Das Gewicht ist entscheidend, wenn Sie den Laptop täglich mitnehmen. Ein leichtes Gerät ist für unterwegs komfortabel, ein größeres Display mit 15 oder 16 Zoll bringt mehr Gewicht mit sich.
Die Anschlüsse sollten zu Ihren Geräten passen. Prüfen Sie, ob genügend USB-Anschlüsse vorhanden sind, ob ein HDMI-Ausgang für den Fernseher oder Beamer dabei ist und ob ein Kartenleser für Ihre Kamera nötig ist. Die Akkulaufzeit ist ein weiterer wichtiger Punkt. Herstellerangaben gelten oft für den idealen Betrieb, in der Praxis sollten Sie mit weniger rechnen. Ein Akku, der acht Stunden durchhält, ist für einen Arbeitstag ohne Steckdose ausreichend.