Display

Notebook am externen Monitor betreiben

Bei mehrstündiger Arbeit am Notebook wird der kleine Bildschirm zum Problem: Der Blick geht nach unten, und für zwei Fenster nebeneinander bleibt kaum Platz. Ein externer Monitor behebt das, sobald Sie am Schreibtisch arbeiten. Für kurze Aufgaben zwischendurch reicht das Notebook.

Warum ein externer Monitor hilft

Ein durchschnittliches Notebook zeigt 1366 × 768 Pixel an. Ein externer Monitor zeigt oft mehr als dreimal so viele Pixel an. Das bedeutet: mehrere Anwendungen gleichzeitig sichtbar, weniger Fensterwechsel, mehr Überblick.

Auch ein hochauflösendes Notebook mit 4K-Display ändert daran wenig. Die Pixel sind zwar da, aber auf einem 15-Zoll-Bildschirm bleibt der Platz physisch klein. Text wird klein, und nur ein oder zwei Anwendungen passen sinnvoll nebeneinander. Ein größerer Monitor gibt denselben Pixeln Raum.

Dazu kommt die Ergonomie. Bei einem Notebook sind Bildschirm und Tastatur fest verbaut. Liegt das Gerät auf dem Tisch, ist der Bildschirm zu niedrig, der Blick geht dauerhaft nach unten, und Tastatur sowie Touchpad zwingen Sie in eine Haltung, die auf Dauer Nacken und Schultern belastet.

Die richtige Verbindung wählen

Fast jeder aktuelle Monitor lässt sich per HDMI anschließen. Die meisten Notebooks haben einen HDMI-Ausgang, ältere Geräte manchmal nur VGA oder DisplayPort. Ein Blick auf die Anschlüsse beider Geräte zeigt, welches Kabel passt.

Modernere Notebooks nutzen USB-C. Über diesen Anschluss lassen sich Bildsignal, Daten und oft auch Strom in einem Kabel übertragen. Voraussetzung ist, dass der USB-C-Anschluss des Notebooks DisplayPort unterstützt. Das ist bei vielen aktuellen Geräten der Fall, steht aber nicht immer auf der Verpackung. In den Herstellerangaben zum Notebook steht es.

Wenn Sie nur gelegentlich einen Monitor anschließen, kommen Sie mit einem einzelnen Kabel aus. Wenn Sie täglich zwischen Schreibtisch und unterwegs wechseln, sparen Sie sich mit einer Dockingstation das Kabelgewirr.

Mit Dockingstation alles an einem Kabel

Eine Dockingstation ist eine kleine Basisstation, an der Monitor, Maus, Tastatur, Drucker, Netzwerkkabel und externe Festplatte dauerhaft angeschlossen bleiben. Das Notebook wird nur noch mit einem USB-Kabel eingesteckt. Sobald es sitzt, sind alle Geräte sofort einsatzbereit.

Das lohnt sich im Büro, an einem flexiblen Arbeitsplatz oder zu Hause, wenn Sie das Notebook regelmäßig mitnehmen. Auch wenn Sie zwei Monitore betreiben wollen, brauchen Sie meist eine Dockingstation, weil viele Notebooks nur einen Videoausgang haben.

Auflösung und Skalierung einstellen

Nach dem Anschluss zeigt das Betriebssystem den externen Monitor meist automatisch in seiner nativen Auflösung an. Bei unterschiedlichen Bildschirmgrößen kann die Darstellung aber unangenehm wirken: Auf dem Notebook ist alles groß, auf dem Monitor klein oder umgekehrt.

Windows und macOS bieten dafür eine Skalierung pro Bildschirm. Sie stellen ein, dass auf dem externen Monitor Text und Symbole in einer für Sie angenehmen Größe erscheinen, ohne die Auflösung zu senken. Eine niedrigere Auflösung zu wählen, verschmiert dagegen die Darstellung, weil der Monitor hochrechnen muss.

Ergonomisch arbeiten

Der wichtigste Punkt ist die Bildschirmhöhe. Die Oberkante des Monitors sollte etwa auf Augenhöhe liegen, sodass Sie geradeaus schauen. Liegt das Notebook auf dem Tisch, ist das nie der Fall. Ein externer Monitor auf einem Ständer oder einer Erhöhung bringt den Bildschirm in die richtige Position.

Tastatur und Maus gehören dann vor den Monitor, das Notebook können Sie zuklappen oder als zweiten Bildschirm danebenstellen. Wenn Sie das Notebook zuklappen, sollten Sie den Energiesparmodus so einstellen, dass das Gerät bei geschlossenem Deckel weiterläuft. Diese Einstellung heißt je nach Betriebssystem "Bei geschlossenem Display nichts tun" oder ähnlich.

Wann das Notebook allein reicht

Für kurze Aufgaben können Sie das Notebook direkt nutzen. Eine E-Mail, eine Recherche, eine kurze Notiz: Dafür lohnt kein externer Monitor. Auch unterwegs, im Zug oder auf der Couch bleibt das Notebook die richtige Wahl.

Sobald Sie regelmäßig mehrere Stunden am Schreibtisch sitzen und mit mehreren Fenstern arbeiten, wird der externe Monitor zur besseren Lösung. Die Entscheidung hängt also weniger vom Gerät ab als von der Dauer und Art der Arbeit.