Günstige Laptops für Word, Excel und E-Mails
Wer nur Word, Excel, E-Mail und Internet nutzt, braucht keinen teuren Laptop. Ein einfaches Gerät ab wenigen hundert Euro genügt. Entscheidend ist die Ausstattung. Wer auf unnötige Extras verzichtet, bekommt ein Gerät, das für den Alltag reicht.
Was ein Büro-Laptop wirklich braucht
Word, Excel, E-Mail und Browser brauchen keine starke Hardware. Ein moderner Prozessor der Einsteigerklasse, etwa ein Intel Core i3 oder AMD Ryzen 3, schafft diese Aufgaben mühelos. Auch ein günstigerer Prozessor wie ein Intel N-Serie oder AMD Athlon reicht, solange Sie nicht viele Programme gleichzeitig offen haben.
Der Arbeitsspeicher ist wichtiger als der Prozessor. 8 Gigabyte RAM sind der sinnvolle Standard für ein Bürogerät. Damit können Sie ein Textdokument, eine Tabelle, den E-Mail-Client und einen Browser mit mehreren Tabs gleichzeitig nutzen, ohne dass der Laptop träge wird. Mehr Speicher brauchen Sie nur bei sehr vielen Browser-Tabs oder großen Excel-Dateien mit vielen Berechnungen.
Beim Speicherplatz sollten Sie eine SSD wählen, also einen schnellen Flash-Speicher, und keine alte Festplatte. Eine SSD reicht für Windows, Office, E-Mail und Ihre Dokumente. Der Unterschied ist deutlich: Ein Laptop mit SSD startet in Sekunden, ein Gerät mit Festplatte braucht beim Hochfahren und Öffnen von Programmen spürbar länger.
Worauf Sie getrost verzichten können
Viele Extras machen den Laptop teurer, bringen Ihnen aber für diese Aufgaben keinen Vorteil. Eine eigene Grafikkarte ist überflüssig, weil Word, Excel und der Browser die integrierte Grafik des Prozessors nutzen. Auch ein Touchscreen, ein umklappbares 2-in-1-Gerät oder ein Display mit hoher Bildwiederholrate sind für Büroarbeit nicht nötig.
Ein Full-HD-Display ist angenehm, aber kein Muss. Auch ein einfacheres Display zeigt Text und Tabellen sauber an. Achten Sie darauf, dass das Display entspiegelt ist, wenn Sie viel bei Tageslicht arbeiten. Spiegelungen stören sonst.
Eine beleuchtete Tastatur können Sie sich sparen, wenn Sie nicht regelmäßig im Dunkeln tippen. Gleiches gilt für Fingerabdrucksensoren oder Gesichtserkennung. Sie sind praktisch, aber nicht notwendig, wenn Sie den Laptop zu Hause nutzen.
Worauf Sie nicht sparen sollten
Drei Dinge sind auch bei einem günstigen Gerät mehr Geld wert: Tastatur, Touchpad und Verarbeitung. Wenn Sie viel tippen, merken Sie täglich, ob die Tasten einen sauberen Druckpunkt haben und ob das Touchpad zuverlässig reagiert. Ein wackeliges Display oder ein dünnes Gehäuse, das bei jeder Berührung knarzt, stört ebenfalls.
Auch die Akkulaufzeit sollten Sie beachten. Ein günstiger Laptop mit schwachem Akku hält nur wenige Stunden. Wenn Sie das Gerät mit in die Uni, ins Café oder in Besprechungen nehmen, sollte es mindestens sechs bis acht Stunden ohne Ladekabel halten. Die Angaben der Hersteller sind oft optimistisch. Rechnen Sie im Alltag mit etwas weniger.
Gebrauchte Business-Geräte als Alternative
Gebrauchte Business-Laptops sind eine gute Möglichkeit, viel Geld zu sparen. Modelle wie Lenovo ThinkPad, Dell Latitude oder HP EliteBook werden von Firmen nach ein paar Jahren ausgemustert und kommen geprüft mit Garantie in den Handel. Diese Geräte waren bei der Auslieferung hochwertig verarbeitet, haben gute Tastaturen und halten oft länger als ein neues Billiggerät.
Achten Sie beim Kauf auf den Zustand des Akkus und die Garantie des Händlers. Viele Refurbished-Anbieter geben zwölf Monate Gewährleistung. Das senkt das Risiko deutlich. Ein solches Gerät mit 8 Gigabyte RAM und einer SSD ist für Word, Excel und E-Mail eine solide Wahl und kostet meist weniger als ein vergleichbares neues Einsteigermodell.
Das Betriebssystem und die Office-Software
Windows ist die einfachste Wahl, wenn Sie Microsoft Office nutzen möchten. Sie können Office aber auch als Abo kaufen oder kostenlose Alternativen nutzen. LibreOffice ist eine freie Bürosuite, die Word- und Excel-Dateien öffnet und speichert. Google Docs läuft direkt im Browser. Beide sparen die Abo-Gebühr, wenn Ihnen die Funktionen reichen.
Wenn Sie nur im Browser arbeiten und keine Office-Software installieren möchten, können Sie ein Chromebook nehmen. Diese Geräte mit ChromeOS sind günstig, starten schnell und eignen sich gut für E-Mail und Surfen. Die Office-Web-Apps von Microsoft laufen darin ebenfalls. Die vollständigen Desktop-Programme von Word und Excel gibt es für ChromeOS aber nicht. Wenn Sie also große oder komplexe Excel-Dateien bearbeiten, ist ein Windows-Laptop die sicherere Wahl.