Der Notebook-Berater: So finden Sie den passenden Laptop
Ein Laptop bleibt mehrere Jahre im Einsatz, und die Auswahl ist groß. Die Stiftung Warentest hat 76 Notebooks geprüft und bietet einen interaktiven Notebook-Berater, der Sie mit gezielten Fragen zu passenden Modellen führt. Er ersetzt keine eigene Recherche, grenzt die Auswahl aber deutlich ein, wenn Sie die Fragen ehrlich beantworten.
Was der Notebook-Berater abfragt
Der Berater der Stiftung Warentest funktioniert wie ein Filter. Sie beantworten nacheinander Fragen zu Ihrem Verwendungszweck, zum bevorzugten Betriebssystem und zum Budget. Weitere Fragen klären, wie wichtig Ihnen Größe und Gewicht sind, und welche Akkulaufzeit Sie wünschen. Aus Ihren Antworten errechnet das Tool eine Auswahl geprüfter Geräte, die zu Ihrem Profil passen.
Die Fragen sind bewusst allgemein gehalten. Beim Verwendungszweck geht es etwa darum, ob Sie überwiegend im Internet surfen, Office-Programme nutzen, Bilder bearbeiten oder spielen möchten. Für das Betriebssystem wählen Sie zwischen Windows, macOS und gegebenenfalls Linux oder ChromeOS. Beim Budget legen Sie eine Obergrenze fest, die der Berater als harte Grenze behandelt.
So beantworten Sie die Fragen richtig
Der größte Fehler beim Ausfüllen ist, die Fragen nach Ihrem Wunschgerät zu beantworten statt nach Ihrer tatsächlichen Nutzung. Wenn Sie nur gelegentlich ein Foto zuschneiden, brauchen Sie keine teure Grafikkarte. Wenn Sie aber regelmäßig Videos schneiden, sollten Sie das ehrlich angeben. Sonst schlägt der Berater ein zu schwaches Gerät vor.
Setzen Sie das Budget realistisch fest. Ein günstiger Laptop ist anders ausgestattet als ein teureres Modell. Der Berater sortiert Modelle oberhalb Ihrer Grenze komplett aus, und das ist auch sinnvoll. Ein Gerät, das in Ihr Budget passt, ist besser als eines, das Sie monatlich abzahlen müssen.
Bei Größe und Gewicht sollten Sie an Ihre tatsächliche Nutzung denken. Wer den Laptop täglich in die Bahn mitnimmt, sollte ein leichtes Gerät mit kleinerem Display wählen. Nutzen Sie den Laptop überwiegend am Schreibtisch, können Sie ein größeres Display mit besserer Ausstattung bevorzugen. Die Akkulaufzeit ist vor allem dann entscheidend, wenn Sie unterwegs keine Steckdose erreichen.
So lesen Sie die Testergebnisse
Die Stiftung Warentest bewertet Notebooks nach festen Kriterien, darunter Akku, Display, Prozessor und Verarbeitung. Die Gesamtnote setzt sich aus diesen Einzelwerten zusammen. Ein gutes Gesamturteil heißt nicht automatisch, dass jedes Gerät für Sie passt. Wenn Sie viel im Freien arbeiten, ist ein helles Display wichtiger als ein besonders schneller Prozessor. Bei langer Nutzung ohne Steckdose zählt die Akkulaufzeit mehr als das Gewicht.
Die geprüften Geräte teilen sich in drei Gruppen: große Displays, kompakte Modelle und Convertibles. Convertibles sind Geräte mit umklappbarem oder abnehmbarem Touchscreen, die sich als Tablet nutzen lassen. Der Berater berücksichtigt diese Unterschiede, wenn Sie Ihre Antworten entsprechend wählen.
Beachten Sie: Testergebnisse sind nicht ewig gültig, denn neue Modelle erscheinen regelmäßig und die Note eines Geräts gilt für die geprüfte Version. Ein günstig bewertetes Gerät ist nur dann ein guter Kauf, wenn das Modell aktuell noch zu einem fairen Preis erhältlich ist.
Sonderangebote mit Vorsicht prüfen
Die Seite der Stiftung Warentest weist regelmäßig auf aktuelle Angebote von Herstellern wie Acer, HP und Lenovo hin. Diese Deals sind Werbung, keine Testempfehlung. Ein reduziertes Gerät ist nur dann ein gutes Angebot, wenn es in den Tests gut abgeschnitten hat und die Ausstattung zu Ihrem Nutzungsprofil passt.
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das angebotene Modell exakt dem getesteten entspricht. Hersteller verkaufen oft Varianten mit gleichem Namen, aber anderer Ausstattung, etwa mit weniger Arbeitsspeicher oder einer kleineren SSD. Vergleichen Sie die konkrete Modellnummer mit dem Testbericht, bevor Sie zuschlagen.