Unterwegs

Das ideale Notebook für Pendler im Zug

Wenn Sie regelmäßig im Zug arbeiten, brauchen Sie ein leichtes Notebook mit gut lesbarem Display, langer Akkulaufzeit und angenehmer Tastatur. Ein Gerät mit 13 oder 14 Zoll und einem Gewicht von etwa 1,2 bis 1,4 Kilogramm ist ein guter Ausgangspunkt. Der Akku sollte auch bei hoher Bildschirmhelligkeit für die Fahrt reichen.

Beziehen Sie das Ladegerät in das Gesamtgewicht ein und prüfen Sie die Akkulaufzeit unter realistischen Bedingungen. Im Zug fallen Lüfter- und Tastaturgeräusche stärker auf als in einem belebten Büro.

Gewicht samt Ladegerät prüfen

Ein Notebook mit 13 oder 14 Zoll passt meist besser auf den Klapptisch als ein größeres Gerät und ist häufig leichter zu tragen. Stiftung Warentest hält kompakte Notebooks dieser Größe für unterwegs für besonders interessant. Als Orientierung sind etwa 1,2 bis 1,4 Kilogramm für das Gerät ein sinnvoller Bereich, aber kein fester Grenzwert.

Das Gewicht des Ladegeräts hängt vom Gerät und vom Netzteil ab. Prüfen Sie deshalb das Gesamtgewicht von Notebook und Netzteil. Es unterscheidet sich je nach Ausführung.

Denken Sie auch an Adapter. Kompakte Notebooks haben oft weniger Anschlüsse, sodass Sie zusätzliches Zubehör brauchen. Wenn Sie das Gerät täglich tragen, zählt jedes Zubehörteil in der Tasche.

Akkulaufzeit realistisch einschätzen

Hersteller messen die Akkulaufzeit unter festgelegten Bedingungen. Die Angaben zeigen daher nicht allein, wie lange das Notebook mit Ihrer Bildschirmhelligkeit, Ihren Programmen und Ihrer Internetverbindung läuft. Suchen Sie nach einem unabhängigen Test mit klar beschriebenen Bedingungen, zum Beispiel beim Surfen über WLAN. Vergleichen Sie die dort eingestellte Helligkeit mit der Helligkeit, die Sie im Alltag nutzen.

Beim MacBook Air 13 M4 maß Notebookcheck im WLAN-Test 16 Stunden und 13 Minuten bei 150 cd/m². Bei maximaler Bildschirmhelligkeit sank der Messwert auf 7 Stunden und 5 Minuten. cd/m² bedeutet Candela pro Quadratmeter. Die Einheit gibt an, wie hell das Display leuchtet. Bei gedimmtem Bildschirm hält der Akku deutlich länger als bei maximaler Helligkeit. Ein Messwert für ein gedimmtes Display sagt daher wenig darüber aus, wie lange das Notebook am hellen Fensterplatz läuft.

Lenovo nennt für bestimmte Ausführungen des ThinkPad T14s Gen 6 Intel bis zu 23,46 Stunden im Testverfahren MobileMark 25 bei 250 Nits, einer Einheit für Bildschirmhelligkeit. Für die Wiedergabe lokal gespeicherter Videos bei 150 Nits gibt der Hersteller bis zu 34,96 Stunden an. Diese Maximalwerte beruhen auf unterschiedlichen Prüfverfahren und sind nicht direkt mit dem WLAN-Test des MacBook Air vergleichbar.

Wählen Sie ein Gerät, dessen gemessene Laufzeit für Ihre übliche Fahrt ausreicht, und planen Sie eine Reserve für Videokonferenzen oder hohe Displayhelligkeit ein. Prüfen Sie außerdem, wie lange das Notebook zum Laden braucht. Eine Steckdose am Sitzplatz gibt es nicht in jedem Zug. Die Angaben der Deutschen Bahn zu Steckdosen und Klapptischen beziehen sich auf ICE-Angebote und gelten nicht automatisch für jeden Pendlerzug.

Display im Zug lesen

Für Textarbeit brauchen Sie ein Display, das bei wechselnden Lichtverhältnissen lesbar bleibt. Achten Sie auf die Helligkeit und darauf, wie stark das Display spiegelt. Eine matte Oberfläche verringert Spiegelungen nicht immer stärker als eine glänzende. An der Beschichtung allein erkennen Sie deshalb nicht, wie gut das Display am Fensterplatz lesbar ist.

Als grobe Orientierung nennt RTINGS mindestens 300 cd/m² für Innenräume und 500 cd/m² oder mehr für helles Tageslicht. Die Werte für den Außenbereich lassen sich nicht direkt auf eine Zugfahrt übertragen. Eine Helligkeitsreserve hilft, wenn Sonne auf den Bildschirm fällt. Bei einer getesteten Displayvariante des ThinkPad T14s Gen 6 Intel maß Notebookcheck durchschnittlich 475 cd/m². Der Hersteller nannte für dieselbe Variante 500 cd/m². Andere Ausführungen der Modellreihe können ein anderes Display haben.

Achten Sie neben der Helligkeit darauf, ob der Text gut lesbar ist und das Display an Ihrem Sitzplatz wenig spiegelt. Testen Sie das Gerät nach Möglichkeit in einer hellen Umgebung oder lesen Sie einen Testbericht mit Displaymessungen für genau die angebotene Ausführung.

Lüfter und Tastatur beachten

Ein leises Notebook stört weniger, besonders in einem Ruhebereich. Ein lüfterloses Gerät vermeidet Lüftergeräusche vollständig. Prüfen Sie bei einem Notebook mit Lüfter, wie laut er bei typischen Büroaufgaben wie Schreiben, Surfen und Videokonferenzen ist.

Notebookcheck beschreibt das getestete ThinkPad T14s Gen 6 Intel als ruhig, wenn es untätig ist (im Leerlauf). Gemessen wurden 24,2 dB(A) im Leerlauf und 30,2 bis 39,6 dB(A) bei anspruchsvollen Aufgaben (unter Last). dB(A) bezeichnet den Geräuschpegel in Dezibel. Die Messung berücksichtigt, dass das menschliche Gehör auf manche Töne empfindlicher reagiert als auf andere. Die Werte stammen aus den Testbedingungen von Notebookcheck und erlauben keine allgemeine Rangliste aller Notebooks.

Auch die Tastatur macht Geräusche. Achten Sie bei einem eigenen Test darauf, ob die Tasten beim schnellen Schreiben klappern. Schalten Sie Benachrichtigungstöne aus und nutzen Sie für Gespräche ein Headset mit Mikrofon, damit Umgebungsgeräusche und Tastaturanschläge weniger stören.