Convertible oder klassisches Notebook?
Ein Convertible ist ein Notebook mit umklappbarem oder drehbarem Bildschirm, das auch als Tablet funktioniert. Ob sich ein Convertible oder ein klassisches Notebook lohnt, hängt davon ab, ob Sie Touchscreen und Stift wirklich nutzen wollen. Wer viel tippt und keine Tablet-Funktionen braucht, fährt mit einem klassischen Notebook besser. Wer handschriftlich Notizen macht, skizziert oder unterwegs präsentiert, bekommt mit einem Convertible für das gleiche Geld mehr Flexibilität.
Wann ein Convertible sinnvoll ist
Ein Convertible lohnt sich, wenn Sie die Tablet-Funktion regelmäßig einsetzen. Das gilt etwa für Studierende, die Vorlesungsmitschriften mit dem Stift anfertigen, oder für Berater, die Kunden direkt am Bildschirm etwas zeigen. Auch wer viel im Zug oder im Café arbeitet und dabei gern den Bildschirm flach auf den Tisch legt, profitiert von der Flexibilität.
Bei den meisten Modellen lässt sich der Bildschirm über ein Scharnier hinter die Tastatur klappen. Im Tablet-Modus liegt das Gerät dann flach in der Hand, und die Tastatur ist nach hinten gerichtet. Das ist praktisch, aber nicht für jede Aufgabe gleich gut geeignet. Wer nur gelegentlich mit dem Finger durch Webseiten scrollt, braucht dafür kein Convertible, denn viele klassische Notebooks haben inzwischen ebenfalls Touchscreens.
Touchscreen und Stift
Wenn Sie mit dem Stift arbeiten wollen, achten Sie auf eine aktive Stiftunterstützung. Das Display erkennt dann Eingaben von einem speziellen Eingabestift und verarbeitet die Position präzise. Passive Stifte, die wie ein Finger funktionieren, sind für Notizen und Zeichnungen ungeeignet, weil sie keine Druckstufen erkennen und ihre Spitze nicht genau genug trifft.
Für kreative Arbeiten und handschriftliche Notizen sind außerdem eine gute Farbdarstellung und eine hohe Bildschirmhelligkeit wichtig. Ein Display mit mindestens 400 Nits Helligkeit und einem Seitenverhältnis von 16:10 ist empfehlenswert, weil es auch in hellen Räumen gut ablesbar bleibt und mehr vertikalen Platz für Dokumente bietet. Die Auflösung WUXGA (1920 × 1200 Pixel) reicht für die meisten Anwendungen aus.
Gewicht und Akkulaufzeit
Ein Convertible, das Sie häufig in der Hand halten oder in einer Tasche mitnehmen, sollte nicht zu schwer sein. Als Richtwert gelten maximal 1,5 Kilogramm. Geräte darüber werden im Tablet-Modus schnell unangenehm, weil Sie das Gewicht dann einhändig halten müssen. Klassische Notebooks sind in derselben Preisklasse oft etwas leichter, weil sie auf das Scharnier und die Touchschicht verzichten.
Auch die Akkulaufzeit ist wichtig, besonders wenn Sie das Gerät unterwegs ohne Steckdose nutzen. Eine reale Laufzeit von mindestens zehn Stunden ist für ein Convertible empfehlenswert. Bedenken Sie, dass der Touchscreen und der Stift zusätzlich Strom verbrauchen, sodass ein Convertible bei gleicher Akkukapazität etwas kürzer durchhält als ein vergleichbares klassisches Notebook.
Scharniere und Haltbarkeit
Das Scharnier unterscheidet ein Convertible von einem klassischen Notebook und ist zugleich sein anfälligstes Bauteil. Es muss bei jedem Umklappen die Position halten und darf nach Monaten nicht ausleiern. Achten Sie beim Kauf auf eine solide Verarbeitung: Das Scharnier sollte sich gleichmäßig bewegen lassen und den Bildschirm in jeder Position stabil halten. Günstige Modelle sparen hier oft, was sich nach einiger Zeit durch wackelnde Bildschirme bemerkbar macht.
Ein klassisches Notebook hat diesen beweglichen Mechanismus nicht, weshalb es in diesem Punkt weniger anfällig ist. Wenn Sie Ihr Gerät über viele Jahre nutzen wollen und häufig auf- und zuklappen, ist die einfachere Mechanik ein Argument für das klassische Notebook.
Anschlüsse
Ein Convertible sollte über USB-C mit Power Delivery und DisplayPort verfügen. Power Delivery bedeutet, dass Sie das Gerät über den USB-C-Anschluss laden können, und Mit DisplayPort schließen Sie einen externen Monitor an. Diese Kombination ist wichtig, weil viele Convertibles nur wenige Anschlüsse haben und Sie über USB-C auch Dockingstationen oder Adapter anschließen können.
Klassische Notebooks bieten in der Regel mehr Anschlussmöglichkeiten direkt am Gehäuse, etwa mehrere USB-A-Ports, HDMI oder einen Ethernet-Anschluss. Wenn Sie regelmäßig externe Geräte anschließen und keine Adapter mitführen wollen, ist das ein praktischer Vorteil. Bei Convertibles müssen Sie dagegen häufiger auf einen USB-Hub zurückgreifen.
Wann das klassische Notebook besser passt
Ein klassisches Notebook ist die bessere Wahl, wenn Sie den Touchscreen und den Stift nicht benötigen. Das betrifft vor allem Menschen, die überwiegend tippen, programmieren oder Tabellen bearbeiten. Sie zahlen für die Tablet-Funktion mit, ohne sie zu nutzen, und bekommen dafür oft ein günstigeres Gerät, das weniger wiegt und länger durchhält.
Auch wer ein besonders robustes Gerät für den Außeneinsatz sucht, ist mit einem klassischen Notebook meist besser beraten. Die fehlende Touchschicht macht das Display weniger empfindlich, und die einfachere Mechanik bedeutet weniger mögliche Defektstellen. Wenn Sie Ihr Notebook hauptsächlich an einem festen Platz nutzen und nur gelegentlich mitnehmen, spricht ebenfalls wenig für ein Convertible.