Convertible Notebook: Was ist das und für wen lohnt sich ein 2-in-1-Laptop?
Ein Convertible Notebook verbindet die Funktionen eines Laptops mit denen eines Tablets. Das Display lässt sich bei den meisten Geräten über ein 360-Grad-Scharnier nach hinten klappen. Dadurch arbeitet das Gerät im Notebook-Modus wie ein klassischer Laptop und dient im Tablet-Modus als berührungsempfindlicher Bildschirm für Lesen, Zeichnen oder handschriftliche Notizen.
Ein Convertible lohnt sich vor allem dann, wenn beide Betriebsarten regelmäßig zum Einsatz kommen. Wer fast ausschließlich tippt, erhält mit einem klassischen Notebook oft eine bessere Tastatur und ein geringeres Gewicht. Wer überwiegend lesen, zeichnen oder mit einem Stift schreiben möchte, findet bei einem abnehmbaren 2-in-1-Gerät, einem sogenannten Detachable, häufig die passendere Bauform.
Was bedeutet Convertible Notebook?
„Convertible“ bedeutet bei Notebooks, dass sich das Gerät in eine andere Form verwandeln lässt. Die Tastatur bleibt bei einem klassischen Convertible fest mit dem Bildschirm verbunden. Über ein stabiles Scharnier lässt sich das Display vollständig nach hinten drehen.
Im Alltag entstehen dadurch mehrere Betriebsarten:
- Notebook-Modus: Tastatur und Touchpad dienen zum Schreiben, Recherchieren und Bearbeiten von Dateien.
- Tablet-Modus: Das Display liegt auf der Rückseite der Tastatur. Er eignet sich zum Lesen, Zeichnen, Anfertigen von Notizen und für Medien.
- Zelt-Modus: Das Gerät steht auf zwei Gehäusekanten. Diese Position ist praktisch für Videos, Präsentationen und beengte Flächen.
- Stand-Modus: Die Tastatur liegt flach auf der Unterseite, während das Display nach vorn zeigt.
Die Begriffe Convertible Laptop, Convertible Notebook und 2-in-1-Laptop werden im Handel weitgehend gleichbedeutend verwendet. Eine wichtige Ausnahme bildet das Detachable: Bei dieser Bauform lässt sich die Tastatur vollständig abnehmen. Der Bildschirm funktioniert dann wie ein eigenständiges Tablet.
Convertible, Detachable oder klassisches Notebook?
Die Bauform entscheidet stärker über den Alltag als ein einzelner Prozessorwert.
| Bauform | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| 360-Grad-Convertible | Vollwertige Tastatur, stabil auf dem Tisch und meist mehr Anschlüsse | Im Tablet-Modus relativ schwer und dick |
| Detachable | Leichtes Tablet, flexible Stiftbedienung, gut zum Lesen | Tastatur oft separat, weniger stabil auf dem Schoß |
| Klassisches Notebook | Gute Tastatur, häufig geringeres Gewicht und bessere Leistung fürs Geld | Kein echter Tablet-Modus und meist keine vollständige Stiftbedienung |
Ein 360-Grad-Convertible passt gut zu Personen, die überwiegend am Schreibtisch, im Büro oder auf dem Schoß arbeiten und den Tablet-Modus ergänzend nutzen. Ein Detachable eignet sich besser, wenn das Gerät häufig ohne Tastatur in der Hand gehalten wird.
Die Vorteile eines Convertible Notebooks
Notebook-Funktionen für produktives Arbeiten
Im Notebook-Modus stehen eine physische Tastatur und ein Touchpad zur Verfügung. Das erleichtert längere Texte, Tabellen, E-Mails und komplexe Eingaben deutlich gegenüber einer virtuellen Tablet-Tastatur.
Viele Convertibles verwenden Notebook-Hardware und klassische Desktop-Betriebssysteme. Dadurch laufen vertraute Programme für Office, Bildbearbeitung, Kommunikation und Verwaltung direkt auf dem Gerät. Windows bietet zusätzlich die Bedienung per Touchscreen und Stift.
Für die Arbeitsqualität bleibt die Tastatur entscheidend. Ein Convertible mit hervorragendem Display hilft wenig, wenn die Tasten klein sind, stark nachgeben oder die Handballenauflage fehlt. Wer täglich mehrere Stunden schreibt, sollte deshalb Tastenanschlag, Layout und Touchpad ebenso gründlich prüfen wie Prozessor und Display.
Tablet-Modus für Lesen, Medien und Notizen
Im Tablet-Modus verschwindet die Tastatur aus dem direkten Bedienweg. Webseiten, E-Books, PDFs, Filme und Fotos lassen sich per Touch bedienen. Auch handschriftliche Notizen und Skizzen sind möglich, sofern das konkrete Modell einen aktiven Eingabestift unterstützt.
Der Tablet-Modus ist besonders nützlich:
- beim Lesen längerer Dokumente
- für digitale Notizen in Vorlesungen oder Besprechungen
- bei Präsentationen
- auf Reisen und im Zug
- zum Anschauen von Videos
- für einfache Zeichen- und Markierarbeiten
Die Tastatur liegt beim 360-Grad-Convertible allerdings auf der Rückseite. Das Gerät fühlt sich deshalb beim Halten anders an als ein reines Tablet. Gewicht und Gehäusedicke entscheiden darüber, ob die Nutzung über längere Zeit bequem bleibt.
Mehr Anschlüsse als bei vielen Tablets
Convertibles bieten häufig mehr Anschlussmöglichkeiten als reine Tablets. Je nach Modell gehören USB-A, USB-C, HDMI, ein Kopfhöreranschluss oder ein Speicherkartenleser zur Ausstattung. Ein LAN-Anschluss ist bei besonders dünnen Geräten dagegen nicht selbstverständlich und wird oft über einen Adapter bereitgestellt.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Geräte im Alltag angeschlossen werden:
- externe Monitore
- Beamer
- USB-Sticks
- externe Festplatten
- Kartenleser
- Dockingstationen
- Netzwerke per Kabel
USB-C ist besonders vielseitig, weil derselbe Anschluss je nach Modell Daten, Bildsignale und Strom übertragen kann. Das Notebook muss dafür jedoch die jeweils benötigten Standards unterstützen. Ein USB-C-Anschluss allein garantiert weder das Laden noch die Bildausgabe.
Für wen eignet sich ein Convertible?
Studium und Schule
Studierende profitieren von der Kombination aus Tastatur und Stift. Im Tablet-Modus lassen sich Skripte lesen und handschriftlich kommentieren. Für Hausarbeiten, Recherche und Tabellen wechselt das Gerät in den Notebook-Modus.
Für diesen Einsatz sind folgende Eigenschaften sinnvoll:
- 13 oder 14 Zoll für einen guten Kompromiss aus Arbeitsfläche und Gewicht
- mindestens 16 GB Arbeitsspeicher für mehrere Anwendungen und Browser-Tabs
- eine 512-GB-SSD als praktikable Größenordnung
- aktive Stiftunterstützung
- gute Akkulaufzeit
- ausreichend helles, möglichst reflexionsarmes Display
Beruf und mobiles Arbeiten
Für Office, Videokonferenzen, Webanwendungen und Präsentationen ist ein Convertible vielseitig einsetzbar. Im Stand- oder Zelt-Modus kann das Display bei Präsentationen oder Kundenterminen gut sichtbar bleiben.
Im beruflichen Alltag zählen zusätzlich:
- Webcam- und Mikrofonqualität
- USB-C-Laden
- Anschluss an Dockingstation und externe Monitore
- Fingerabdrucksensor oder Gesichtserkennung
- Kameraabdeckung
- Garantie- und Reparaturbedingungen
- Kompatibilität mit VPN, Druckern und Unternehmenssoftware
Wer hauptsächlich tippt, sollte die Tablet-Funktion als Zusatz betrachten und die Tastatur zuerst bewerten.
Kreative Arbeit und Zeichnen
Für Skizzen, Diagramme und handschriftliche Notizen kann ein Convertible ein praktisches Werkzeug sein. Für professionelle Bildbearbeitung oder Illustration reichen Touchscreen und Stift allein jedoch nicht aus.
Wichtige Kriterien sind:
- präzise Stifterkennung
- Druckstufen
- Neigungserkennung
- zuverlässige Handballenerkennung
- geringe Verzögerung bei der Eingabe
- gute Farbdarstellung
- ausreichend heller Bildschirm
- Möglichkeit, den Stift am Gerät zu befestigen oder sicher aufzubewahren
Ein OLED-Display bietet hohen Kontrast und kräftige Farben, spiegelt je nach Oberfläche aber stärker als ein mattes IPS-Display. Dimmverfahren und Bildwiederholrate beeinflussen ebenfalls den Komfort. Die technischen Angaben des Herstellers ersetzen deshalb keinen unabhängigen Displaytest.
Reisen und Pendeln
Für häufiges Pendeln sind kompakte 13- und 14-Zoll-Geräte meist praktischer. Ein 16-Zoll-Convertible bietet zwar mehr Platz für mehrere Fenster, wird im Tablet-Modus aber schnell unhandlich.
Reisende sollten besonders auf folgende Punkte achten:
- geringes Gesamtgewicht
- kompakte Abmessungen
- Laden über USB-C
- stabile Scharniere
- gute Akkulaufzeit im Alltag
- blendarmes Display
- genügend Anschlüsse ohne viele Adapter
Unterhaltung
Filme, Serien, E-Books und Spiele mit Touchbedienung funktionieren im Tablet-, Stand- oder Zelt-Modus bequem. Für längere Mediennutzung sind Lautsprecherqualität, Displayformat und Gewicht wichtiger als maximale Prozessorleistung.
Worauf kommt es beim Kauf an?
Displaygröße und Seitenverhältnis
Die Größe beeinflusst sowohl die Arbeit am Schreibtisch als auch die Nutzung als Tablet.
| Displaygröße | Geeignet für | Zu beachten |
|---|---|---|
| 12 bis 13 Zoll | Reisen, Lesen, Notizen, leichte Mobilität | Weniger Platz für Tastatur und mehrere Fenster |
| 14 Zoll | Büro, Studium und gemischte Nutzung | Ausgewogener Kompromiss |
| 15 bis 16 Zoll | Tabellen, Multitasking und Medien | Schwerer und im Tablet-Modus weniger handlich |
Ein Seitenverhältnis von 16:10 zeigt bei Dokumenten und Webseiten mehr vertikalen Inhalt als ein klassisches 16:9-Display. Das Format 3:2 bietet noch mehr Höhe und eignet sich besonders für Schreiben, Lesen und Zeichnen.
Eine hohe Auflösung verbessert die Schärfe, erhöht aber je nach Panel und Helligkeit den Energieverbrauch. Für viele 13- und 14-Zoll-Convertibles reicht eine Auflösung um 1.920 × 1.200 Pixel aus. Wichtiger sind oft Helligkeit, Blickwinkel, Reflexionen und eine zuverlässige Touch-Erkennung.
Tastatur und Touchpad
Die Tastatur entscheidet darüber, ob das Convertible einen klassischen Laptop tatsächlich ersetzt. Vor dem Kauf sollten Interessierte auf Folgendes achten:
- klarer Druckpunkt
- ausreichender Tastenhub
- stabiles Gehäuse beim Tippen
- sinnvolles deutsches Tastaturlayout
- gute Beleuchtung
- ausreichend große Handballenauflage
- präzises und großes Touchpad
Eine Tastatur, die im Notebook-Modus leicht wackelt, verschlechtert das Arbeiten. Beim 360-Grad-Convertible sollte außerdem geprüft werden, wie sich die Tastatur im Tablet-Modus anfühlt und ob die Tasten automatisch deaktiviert werden.
Prozessor und Betriebssystem
Für Office, Browser, Videokonferenzen und Streaming reicht ein aktueller Mittelklasseprozessor. Mehr Reserven sind sinnvoll für Videoschnitt, umfangreiche Bildbearbeitung, virtuelle Maschinen oder lokale KI-Anwendungen.
Die wichtigsten Plattformen unterscheiden sich in ihrer Kompatibilität:
- Intel Core Ultra: bietet breite Unterstützung für Windows-Programme und integrierte Grafik.
- AMD Ryzen AI: bietet je nach Modell starke Mehrkern- und Grafikleistung.
- Qualcomm Snapdragon X: ist häufig energieeffizient, erfordert bei älteren Programmen und Treibern aber eine besondere Prüfung.
Windows-Geräte mit Arm-Prozessoren führen viele klassische Programme über eine Übersetzungsschicht aus. Diese verbessert die Kompatibilität, garantiert sie aber nicht für jedes Programm, jeden Treiber, jedes Plug-in oder jedes VPN. Wer Spezialsoftware nutzt, sollte die konkrete Unterstützung vor dem Kauf prüfen.
Chromebook-Convertibles verwenden ChromeOS. Sie eignen sich gut für Browser-Anwendungen, Google Workspace, Streaming und einfache Lernaufgaben. Für spezielle Windows-Programme oder umfangreiche lokale Medienbearbeitung ist ein Windows-Convertible meist die passendere Wahl.
Arbeitsspeicher und SSD
16 GB Arbeitsspeicher sind für einen neuen Allrounder eine sinnvolle Ausstattung. 8 GB reichen für einfache Browser- und Office-Aufgaben, bieten bei vielen geöffneten Programmen jedoch weniger Reserven.
Eine SSD mit 512 GB deckt typische Anforderungen aus Studium, Beruf und privater Nutzung ab. Wer viele Fotos, Videos oder Projektdateien lokal speichert, sollte 1 TB einplanen.
Bei dünnen Convertibles ist der Arbeitsspeicher häufig fest verlötet. Eine spätere Aufrüstung ist dann nicht möglich. Die gewünschte Speicherausstattung sollte deshalb bereits beim Kauf feststehen.
Stift und Zubehör
Ein Touchscreen unterstützt nicht automatisch eine präzise Stifteingabe. Zu prüfen sind:
- Unterstützung eines aktiven Stifts
- Lieferumfang
- Druckstufen und Neigungserkennung
- Handballenerkennung
- Ladeverfahren
- Aufbewahrung am Gerät
- Kompatibilität mit der bevorzugten Notiz-App
Tastatur und Stift gehören bei manchen Detachables nicht zum Grundpreis. Beim Surface Pro werden diese Zubehörteile separat angeboten. Auch bei Convertibles von HP und anderen Herstellern hängt der Lieferumfang von der konkreten Konfiguration ab. Der Gesamtpreis sollte deshalb immer inklusive Tastatur, Stift und gegebenenfalls Ladegerät oder Dockingstation betrachtet werden.
Akkulaufzeit
Herstellerwerte entstehen unter festgelegten Bedingungen und lassen sich nicht direkt auf jede Alltagssituation übertragen. Ein Test mit lokaler Videowiedergabe bei reduzierter Helligkeit belastet den Akku deutlich weniger als Videokonferenzen, hohe Displayhelligkeit oder anspruchsvolle Programme.
Die Laufzeit sinkt unter anderem durch:
- hohe Bildschirmhelligkeit
- OLED-Panel mit hoher Auflösung
- viele Browser-Tabs
- Videokonferenzen
- externe Monitore
- leistungsintensive Programme
- schlechte WLAN-Bedingungen
Entscheidend ist daher nicht die höchste Herstellerzahl, sondern die Kombination aus Akkukapazität, Prozessor, Display und realen Testwerten.
Sind aktuelle KI-Funktionen wichtig?
Viele neue Convertibles enthalten eine NPU. Diese Recheneinheit ist auf bestimmte KI-Aufgaben spezialisiert und arbeitet dabei effizienter als ein herkömmlicher Prozessor.
Microsoft verlangt für Copilot+-PCs eine NPU-Leistung von mehr als 40 TOPS. Diese Einstufung beschreibt eine technische Voraussetzung für bestimmte Windows-KI-Funktionen. Sie sagt wenig über Tastatur, Display, Scharnier, Softwarekompatibilität oder tatsächliche Akkulaufzeit aus.
Für die meisten Nutzer bleiben deshalb folgende Kriterien wichtiger:
- Tastatur und Touchpad
- Displayqualität
- Gewicht und Akkulaufzeit
- Prozessorleistung für die eigenen Programme
- Anschlüsse
- Speicher und Arbeitsspeicher
- Stiftunterstützung
Eine NPU ist ein nützlicher Zusatz, wenn lokale KI-Funktionen konkret benötigt werden. Sie sollte aber kein Grund sein, bei den grundlegenden Eigenschaften Kompromisse einzugehen.
Beispiele für unterschiedliche Geräteklassen
Die folgenden Modelle stehen für verschiedene Ansätze innerhalb der Geräteklasse. Die Ausstattung kann sich je nach Generation, Land und Händlerkonfiguration unterscheiden.
Lenovo Yoga 9i 2-in-1
Das Lenovo Yoga 9i richtet sich an Nutzer, die ein hochwertiges 14-Zoll-Convertible für Studium, Beruf, Medien und Stifteingabe suchen. Je nach Ausführung gehören ein OLED-Display mit hoher Auflösung, aktuelle Intel-Core-Ultra-Prozessoren, 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher und Unterstützung für einen Yoga Pen zur Ausstattung.
Die Bauform mit 360-Grad-Scharnier bietet eine vollwertige Tastatur und flexible Betriebsarten. Das Gerät bleibt dadurch ein Notebook, lässt sich aber für Notizen und Medien vollständig umklappen.
HP OmniBook Ultra Flip 14
Das HP OmniBook Ultra Flip 14 richtet sich besonders an kreative Nutzer. Das 14-Zoll-OLED-Display bietet je nach Konfiguration eine Auflösung von 2.880 × 1.800 Pixeln, eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz und eine breite Farbdarstellung.
Vor dem Kauf muss der Lieferumfang geprüft werden. Ein aktiver Stift ist nicht bei jeder Konfiguration selbstverständlich.
ASUS Vivobook 16 Flip
Das ASUS Vivobook 16 Flip bietet mehr Arbeitsfläche für Tabellen, mehrere Fenster und kreative Anwendungen. Je nach Variante stehen OLED-Displays, bis zu 32 GB Arbeitsspeicher, schnelle USB-Anschlüsse und HDMI zur Verfügung.
Die große Anzeige ist im Notebook-Modus komfortabel. Als Tablet ist ein Gerät mit etwa 16 Zoll jedoch deutlich weniger handlich als ein 13- oder 14-Zoll-Modell.
Microsoft Surface Pro
Das Surface Pro gehört zur Kategorie der Detachables. Die Tastatur lässt sich vollständig abnehmen, wodurch der Bildschirm als leichtes Windows-Tablet verwendet werden kann. Das 3:2-Display eignet sich für Dokumente, Notizen und Zeichnungen.
Die flexible Tablet-Nutzung wird mit weniger Anschlüssen und zusätzlichem Zubehör erkauft. Tastatur und Surface Slim Pen müssen je nach Angebot separat erworben werden. Auch die Kompatibilität von Windows-on-Arm-Programmen sollte vor dem Kauf geprüft werden.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Notebook und Tablet in einem Gerät | Häufig schwerer als ein klassisches Tablet |
| Vollwertige Tastatur für längere Texte | Mechanik und Scharnier erhöhen das Gewicht |
| Touchscreen und Stiftbedienung | Gute Stifte gehören nicht immer zum Lieferumfang |
| Mehrere Betriebsarten | Tastatur liegt im Tablet-Modus auf der Rückseite |
| Desktop-Betriebssysteme und klassische Programme | Vergleichbare klassische Notebooks sind teilweise günstiger |
| Häufig mehr Anschlüsse als bei Tablets | Gaming-Leistung und Kühlung sind oft begrenzt |
Häufige Fehlentscheidungen beim Kauf
Nur den Prozessor vergleichen
Ein schneller Prozessor gleicht keine unbequeme Tastatur, ein stark spiegelndes Display oder fehlende Anschlüsse aus. Die gesamte Nutzung entscheidet.
Den Stift als selbstverständlich ansehen
Touchscreen, Stiftunterstützung und mitgelieferter Stift sind drei verschiedene Dinge. Die Produktbeschreibung der konkreten Variante ist maßgeblich.
Herstellerwerte zur Akkulaufzeit überschätzen
Maximale Laufzeiten gelten für definierte Tests. Videokonferenzen und hohe Helligkeit führen im Alltag zu einem höheren Verbrauch.
Ein großes Convertible als Tablet kaufen
16-Zoll-Geräte bieten viel Arbeitsfläche, sind aber beim Halten und Schreiben auf dem Display deutlich weniger bequem.
Windows-on-Arm-Geräte ohne Prüfung einsetzen
Vor dem Kauf sollten beruflich notwendige Programme, Druckertreiber, VPN-Software und Spezialzubehör auf Kompatibilität geprüft werden.
OLED automatisch bevorzugen
OLED überzeugt bei Kontrast und Farben. Reflexionen, Dimmverfahren und Energieverbrauch können je nach Nutzung jedoch gegen diese Displaytechnik sprechen.
Fazit: Für wen lohnt sich ein Convertible Notebook?
Ein Convertible Notebook ist eine gute Wahl, wenn ein Gerät regelmäßig zwischen produktiver Tastaturarbeit und Tablet-Nutzung wechseln soll. Studierende können Skripte mit einem Stift bearbeiten und anschließend Hausarbeiten schreiben. Berufstätige erhalten ein mobiles Arbeitsgerät für Büro, Präsentationen und Videokonferenzen. Kreative profitieren von Touchscreen und Stifteingabe.
Wer überwiegend schreibt und den Touchscreen nur selten nutzt, fährt mit einem klassischen Notebook häufig günstiger und ergonomischer. Wer dagegen hauptsächlich liest, zeichnet oder handschriftlich arbeitet, sollte zusätzlich Detachables prüfen.
Für die meisten Nutzer bietet ein 14-Zoll-Convertible mit 16 GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, guter Tastatur, USB-C-Laden und aktiver Stiftunterstützung den ausgewogensten Kompromiss. Entscheidend bleibt die konkrete Konfiguration, denn Zubehör, Display, Anschlüsse und Prozessor unterscheiden sich innerhalb derselben Modellreihe erheblich.
Häufige Fragen zu Convertible Notebooks
Was ist der Unterschied zwischen einem Convertible und einem 2-in-1-Laptop?
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnen beide Begriffe ein Gerät, das Notebook- und Tablet-Funktionen verbindet. Ein klassisches Convertible besitzt ein 360-Grad-Scharnier. Bei einem Detachable lässt sich die Tastatur vollständig abnehmen.
Kann man jedes Convertible mit einem Stift bedienen?
Nein. Ein Touchscreen ermöglicht die Bedienung mit dem Finger, unterstützt aber nicht automatisch einen aktiven Eingabestift. Die Stifttechnik, die kompatiblen Modelle und der Lieferumfang müssen in den technischen Daten stehen.
Sind 16 GB Arbeitsspeicher ausreichend?
Für Office, Studium, Webanwendungen und normale Bildbearbeitung reichen 16 GB in der Regel aus. Für virtuelle Maschinen, umfangreiche Videobearbeitung und anspruchsvolle lokale Anwendungen sind 32 GB sinnvoller.
Eignet sich ein Convertible zum Spielen?
Viele Convertibles konzentrieren sich auf Mobilität und Energieeffizienz. Für einfache oder ältere Spiele reicht die integrierte Grafik aus. Für aktuelle Spiele mit hohen Grafikeinstellungen sind Gaming-Notebooks mit stärkerer Kühlung und Grafiklösung besser geeignet.
Wie groß sollte das Display sein?
13 bis 14 Zoll eignen sich für mobile Nutzung und den Tablet-Modus. 14 Zoll bieten den besten Allround-Kompromiss. 15 bis 16 Zoll sind für Tabellen und Multitasking angenehm, aber als Tablet weniger handlich.
Ist ein Chromebook-Convertible eine gute Alternative?
Für Browser-Anwendungen, Streaming, Google Workspace und einfache Lernaufgaben kann ein Chromebook-Convertible sinnvoll sein. Wer Windows-Spezialsoftware oder bestimmte lokale Programme benötigt, sollte ein Windows-Gerät wählen.
Lohnt sich ein OLED-Display?
OLED bietet hohen Kontrast und kräftige Farben. Für Filme und kreative Arbeit ist das attraktiv. Wer häufig in hellen Räumen arbeitet oder empfindlich auf bestimmte Dimmverfahren reagiert, sollte ein passendes IPS-Display ebenfalls in Betracht ziehen.
Was ist ein Copilot+-Convertible?
Ein Copilot+-Convertible erfüllt Microsofts technische Vorgaben für bestimmte KI-Funktionen. Dazu gehört eine NPU-Leistung von mehr als 40 TOPS. Diese Bezeichnung bewertet jedoch weder die Tastatur noch die allgemeine Qualität des Geräts.
Worauf sollte man beim Kauf am meisten achten?
Zuerst sollte der geplante Alltag feststehen. Danach folgen Tastatur, Display, Gewicht, Akkulaufzeit, Anschlüsse, Prozessor, Arbeitsspeicher, SSD und Stiftunterstützung. Zubehör und Kompatibilität gehören ebenfalls in den Vergleich.