Unterwegs

Alte Notebooks mit einer SSD schneller machen

Startet Ihr Notebook von einer mechanischen Festplatte und lädt Programme langsam, verkürzt eine passende SSD die Wartezeiten meist deutlich. Sie speichert Daten auf Chips statt auf beweglichen Teilen. Dadurch greift sie schneller auf viele Dateien zu und arbeitet geräuschlos.

Der Austausch lohnt sich, wenn Prozessor und Arbeitsspeicher für Ihre Aufgaben ausreichen. Eine SSD beschleunigt den Start und das Laden von Programmen, verändert aber weder Prozessor- noch Grafikleistung. Prüfen Sie vor dem Kauf das genaue Notebook-Modell und den passenden Laufwerkstyp.

Wann sich der Austausch lohnt

Eine SSD bringt besonders viel, wenn Windows oder ein anderes Betriebssystem noch auf einer HDD läuft. Eine HDD ist eine Festplatte, die Daten auf rotierenden Magnetscheiben speichert. Bei vielen kleinen Zugriffen muss sie mechanisch arbeiten. Eine SSD greift direkt auf Speicherchips zu und verkürzt dadurch typischerweise Wartezeiten beim Start, bei der Anmeldung und beim Öffnen von Programmen.

Auch das Laden von Dateien kann sich beschleunigen. Am deutlichsten fällt das bei vielen kleinen Dateien oder beim Starten umfangreicher Programme auf. Die tatsächliche Verbesserung hängt davon ab, wie alt das Notebook ist und welche anderen Komponenten es hat.

Wenn bereits eine SSD eingebaut ist, bringt ein schnelleres Ersatzmodell bei gewöhnlicher Büroarbeit und beim Surfen meist weniger. Ein Wechsel kann sich trotzdem lohnen, wenn Sie mehr Speicherplatz brauchen oder das vorhandene Laufwerk defekt ist. Wenn das Notebook wegen zu wenig Arbeitsspeicher, eines langsamen Prozessors oder starker Überhitzung langsam ist, löst eine SSD das Problem nicht.

Welche SSD passt ins Notebook?

Ermitteln Sie zunächst die genaue Modellnummer Ihres Notebooks. Suchen Sie damit auf der Herstellerseite nach dem Wartungshandbuch oder den technischen Daten. Die Marke oder der Name einer Produktreihe reichen nicht aus: Selbst ähnlich benannte Modelle können unterschiedliche Laufwerksschächte und Anschlüsse haben.

Achten Sie bei der Suche auf diese Angaben:

  • 2,5-Zoll-Laufwerk: Prüfen Sie, ob das Notebook ein Laufwerk dieser Bauform aufnimmt und welche Höhe in den Schacht passt.
  • M.2-Laufwerk: M.2 bezeichnet die Bauform. Prüfen Sie zusätzlich die Länge, etwa 2242 oder 2280, sowie das unterstützte Übertragungsverfahren.
  • SATA oder NVMe: M.2-SATA und M.2-NVMe-SSDs sind nicht automatisch untereinander austauschbar. NVMe überträgt Daten über PCIe, eine schnelle Verbindung im Notebook.
  • Zusätzlicher Steckplatz: Verlassen Sie sich nur dann auf einen freien zweiten Anschluss, wenn das Handbuch ihn für Ihr Modell bestätigt.

Bei älteren Geräten begrenzt der Anschluss die Geschwindigkeit. Eine SATA-SSD erreicht an einem älteren SATA-Anschluss nicht ihre volle mögliche Übertragungsrate. Eine schnellere SSD hebt diese Grenze nicht auf.

Daten übertragen und sichern

Sie können das Betriebssystem samt Dateien und Programmen von der alten Festplatte auf die neue SSD kopieren. Dafür brauchen Sie je nach Laufwerk einen passenden USB-Adapter oder ein externes Gehäuse sowie ein Klonprogramm. Die SSD muss genug Platz für die Daten auf der alten Festplatte bieten.

Alternativ installieren Sie das Betriebssystem neu und spielen Ihre persönlichen Dateien anschließend aus einer Sicherung zurück. Das ist sinnvoll, wenn das alte System bereits Probleme macht oder Sie mit einer sauberen Installation beginnen möchten. Halten Sie dafür vor dem Ausbau ein Installations- oder Wiederherstellungsmedium bereit.

Erstellen Sie vor beiden Methoden eine separate Datensicherung. Ein Klonvorgang ersetzt keine Datensicherung: Wird das falsche Ziellaufwerk ausgewählt oder schlägt die Übertragung fehl, droht Datenverlust.

Den Einbau sicher vorbereiten

Der Zugang zum Laufwerk unterscheidet sich je nach Notebook. Bei manchen Modellen erleichtert eine Wartungsklappe den Austausch. Bei anderen müssen Sie die Bodenplatte abnehmen oder weitere Bauteile entfernen. Folgen Sie der Anleitung für genau Ihr Modell und überlassen Sie den Einbau einer Werkstatt, wenn sich das Gehäuse schwer öffnen lässt oder der Akku fest eingebaut ist und Sie unsicher sind.

Fahren Sie das Notebook vollständig herunter und ziehen Sie das Netzteil ab. Trennen Sie den Akku nach den Vorgaben des Herstellers. Fassen Sie Laufwerke an den Kanten an und berühren Sie die Kontakte nicht. Setzen Sie die SSD ohne Kraft ein. Ein M.2-Modul wird üblicherweise schräg in den passenden Steckplatz gesteckt und anschließend befestigt; die genaue Lage hängt vom Notebook ab.

Was eine SSD im Notebook beschleunigt

Nach dem Wechsel startet das Betriebssystem in der Regel schneller, und das Notebook reagiert nach der Anmeldung zügiger. Programme öffnen sich schneller, und Ladezeiten beim Zugriff auf Dateien sinken. Außerdem arbeitet die SSD lautlos. Besonders deutlich sind diese Änderungen, wenn zuvor eine HDD das Systemlaufwerk war.

Bei rechenintensiven Aufgaben wie 3D-Berechnungen oder anspruchsvollen Spielen bleibt der Prozessor oder Grafikchip oft der begrenzende Faktor. Auch längere Rechenvorgänge werden durch den Laufwerkstausch nicht automatisch kürzer. Eine pauschale Zeitersparnis lässt sich deshalb nicht versprechen.