Kaufberatung

Günstige Notebooks finden

Für E-Mail, Internet, Steuererklärung und Büroarbeiten genügt oft ein günstiges Notebook. Anspruchsvolle Spiele und Videoschnitt erfordern deutlich mehr Grafikleistung als typische Aufgaben zu Hause. Welche Ausstattung und Größe passen, hängt davon ab, wofür Sie das Notebook nutzen und wie oft Sie es mitnehmen. So können Sie entscheiden, ob ein günstiges Neugerät, ein älteres Modell oder ein gebrauchtes Notebook infrage kommt.

Welche Ausstattung brauchen Sie?

Für die Textverarbeitung genügt meist ein Prozessor mit integrierter Grafik; auch beim Surfen im Browser und Schreiben von E-Mails reicht er. Dieser Grafikchip sitzt im Prozessor und reicht für viele Alltagsaufgaben. Anspruchsvolle Spiele, Videoschnitt und Designprogramme benötigen dagegen mehr Leistung und häufig eine separate Grafikkarte.

Wenn Sie das Notebook mehrere Jahre nutzen möchten, empfiehlt Stiftung Warentest mindestens 16 GB Arbeitsspeicher. Für den Speicher nennt sie eine SSD mit 256 GB; außerdem sollte das Display Full-HD-Auflösung bieten. Für häufigen Videoschnitt oder Design sind mindestens 32 GB Arbeitsspeicher ratsam. Diese Werte sind Empfehlungen, keine zwingenden Anforderungen für jede einfache Büroarbeit. Eine SSD, also ein schneller Speicher ohne bewegliche Teile, startet Programme und Dateien in der Regel schneller als eine herkömmliche Festplatte.

Vergleichen Sie Prozessoren nicht allein nach Namen oder Kernzahl. Auch die anderen Bauteile beeinflussen, wie schnell das Notebook insgesamt arbeitet. Prüfen Sie, ob konkrete Testergebnisse die Aufgaben abdecken, für die Sie das Notebook einsetzen möchten.

Vorjahresmodelle prüfen

Ein Vorjahresmodell kann günstiger sein als ein aktuelles Notebook und für Standardsoftware trotzdem genügend Leistung bieten. Vergleichen Sie Bildschirm und Arbeitsspeicher ebenso wie Speicherplatz und Anschlüsse. Achten Sie auch auf die Akkulaufzeit. Diese Ausstattung unterscheidet sich auch innerhalb einer Modellreihe.

Prüfen Sie außerdem, ob die Ersparnis den Verzicht auf neuere Ausstattung wert ist. Für Büroarbeiten lohnt sich eine besonders starke Grafikkarte meist nicht. Ein brauchbarer Bildschirm und ausreichend Speicher sind im Alltag oft wertvoller.

Bildschirm und Anschlüsse wählen

Wenn das Notebook überwiegend zu Hause bleibt, erleichtert ein größeres Display das Arbeiten und Ansehen von Filmen. Geräte mit 15 oder 16 Zoll haben mehr Bildschirmfläche als kompakte Modelle. Notebooks mit rund 17 Zoll gehören zu den größten Geräten. Bedenken Sie, dass größere Geräte weniger bequem zu transportieren sind.

Für den Anschluss an Fernseher, Monitor oder Beamer ist HDMI praktisch, sofern Ihr Zubehör diesen Anschluss nutzt. Neuere Bildschirme lassen sich oft auch über USB-C oder Thunderbolt verbinden. Prüfen Sie bei USB-C, ob der Anschluss des konkreten Notebooks tatsächlich Bildsignale ausgibt. Ein vorhandener HDMI-Anschluss bedeutet nicht, dass jede gewünschte Auflösung möglich ist.

Gebrauchtes Notebook für unterwegs kaufen

Ein kompaktes Notebook lässt sich leichter mitnehmen. Bei einem gebrauchten Business-Notebook zählen neben Größe und Gewicht vor allem der Zustand, die Akkulaufzeit und die Möglichkeit, Ersatzteile zu bekommen. Der Akku verschleißt mit der Zeit; rechnen Sie mögliche Reparatur- oder Austauschkosten daher in den Kaufpreis ein.

Fragen Sie den Anbieter nach den Rückgabemöglichkeiten und Garantiebedingungen. Klären Sie auch, in welchem Zustand das Gerät ist und was zum Lieferumfang gehört. Garantie und gesetzliche Gewährleistung sind unterschiedliche Ansprüche. Bei gebrauchter Ware kann die Gewährleistungsfrist unter bestimmten Voraussetzungen vertraglich auf ein Jahr begrenzt werden. Prüfen Sie die konkreten Verkaufsbedingungen vor dem Kauf.

Achten Sie außerdem auf die Betriebssystem-Unterstützung. Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Ein älteres Notebook mit Windows 10 erhält dadurch keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Prüfen Sie daher, ob das Gerät ein unterstütztes Betriebssystem ausführen kann. Tauschen Sie eine alte Festplatte nicht allein wegen ihres Alters aus. Eine SSD lohnt sich, wenn das Notebook damit kompatibel ist und die Kosten zum Gerät passen.